Messer schärfen zu Hause, Messerschärfer

Messer schärfen zu Hause: die besten Methoden

Kurz beantwortet: Messer lassen sich zu Hause auf drei Arten schärfen: am schnellsten mit einem Durchziehschärfer, am gründlichsten mit einem Schleifstein, und für die Pflege zwischendurch mit einem Wetzstahl. Wichtig ist ein gleichmässiger Winkel von etwa 15 bis 20 Grad und wenig Druck.

Woran ein stumpfes Messer zu erkennen ist

Ein scharfes Messer gleitet fast von selbst durch eine Tomate. Rutscht die Klinge dagegen auf der Schale ab, zerdrückt sie weiche Lebensmittel oder braucht es Druck, ist die Schneide stumpf. Ein stumpfes Messer ist nicht nur mühsam, sondern auch gefährlicher, weil es leichter abrutscht.

Die drei Methoden im Überblick

  • Durchziehschärfer. Die Klinge wird durch einen Schlitz gezogen, der den Winkel vorgibt. Am einfachsten und schnellsten, ideal für den Alltag und für alle, die kein Spezialwerkzeug wollen.
  • Schleifstein. Die gründlichste Methode mit dem besten Ergebnis, aber auch die aufwendigste. Sie braucht Übung und einen ruhigen Winkel über die ganze Klinge.
  • Wetzstahl. Richtet die feine Schneide wieder auf, trägt aber kaum Material ab. Gut zur Pflege zwischendurch, ersetzt aber kein echtes Schärfen.

Schritt für Schritt mit dem Durchziehschärfer

Für zu Hause ist der Durchziehschärfer die praktischste Lösung, weil er den richtigen Winkel bereits vorgibt.

  1. Den Schärfer auf eine rutschfeste Fläche stellen und mit einer Hand festhalten.
  2. Bei einem mehrstufigen System mit der groben Stufe beginnen. Sie stellt die Schneide wieder her.
  3. Die Klinge von der Basis bis zur Spitze gleichmässig durch den Schlitz ziehen, mit leichtem Druck, drei bis fünf Mal.
  4. In der feinen Stufe wiederholen. Sie glättet und poliert die Schneide.
  5. Die Klinge abwischen und an einem Blatt Papier testen: ein scharfes Messer schneidet sauber hindurch.
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Der richtige Winkel und häufige Fehler

  • Winkel halten. Europäische Küchenmesser mögen etwa 15 bis 20 Grad. Ein Durchziehschärfer nimmt diese Sorge ab.
  • Wenig Druck. Die Schleifmittel machen die Arbeit, zu viel Druck schadet der Schneide.
  • Gleichmässig ziehen. Immer die ganze Klinge von der Basis bis zur Spitze führen, nicht nur die Mitte.
  • Keramik ausgenommen. Keramikmesser brauchen einen speziellen Diamantschärfer, kein normales System.

Wie oft schärfen

Bei täglichem Kochen lohnt sich ein Nachschärfen etwa alle ein bis zwei Monate, dazwischen hält ein kurzes Wetzen die Schneide fit. Wer viel schneidet, merkt selbst, wann es Zeit ist: sobald das Messer nicht mehr mühelos durch eine Tomate gleitet.

Häufige Fragen

Wie oft sollte man Küchenmesser schärfen?

Bei regelmässigem Gebrauch etwa alle ein bis zwei Monate richtig schärfen. Zwischendurch reicht kurzes Wetzen, um die Schneide aufzurichten.

Welcher Winkel ist richtig?

Europäische Küchenmesser werden meist in einem Winkel von etwa 15 bis 20 Grad geschärft. Ein Durchziehschärfer gibt diesen Winkel automatisch vor.

Kann man jedes Messer zu Hause schärfen?

Die meisten Stahlmesser ja. Keramikmesser brauchen einen speziellen Diamantschärfer, und stark beschädigte Klingen gehören in den Fachhandel.

Was ist der Unterschied zwischen Schärfen und Wetzen?

Schärfen trägt Material ab und stellt die Schneide neu her. Wetzen mit dem Stahl richtet nur die vorhandene feine Schneide wieder auf und ersetzt das Schärfen nicht.